Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge zwischen
FreyAI Visions
Jonas Glawion
Grabenstraße 135
63762 Großostheim
E-Mail: kontakt@freyaivisions.de
(nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden (nachfolgend „Auftraggeber“) über die Bereitstellung und Nutzung der cloudbasierten Betriebsmanagement-Software für Handwerksbetriebe (nachfolgend „Software“) als Software-as-a-Service (SaaS).
(2) Abweichende AGB des Auftraggebers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(3) Die Software richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Die Nutzung durch Verbraucher im Sinne des § 13 BGB ist ausgeschlossen.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt dem Auftraggeber eine cloudbasierte Software-as-a-Service-Lösung (SaaS) zur Verfügung. Die Software umfasst insbesondere folgende Funktionsbereiche:
- Kundenverwaltung und CRM
- Angebots- und Rechnungserstellung
- Auftragsmanagement und Terminplanung
- Buchhaltung und Ausgabenverwaltung
- Automatisierte Geschäftsprozesse
- KI-gestützte Funktionen (z. B. Textgenerierung, Datenauswertung)
(2) Der konkrete Leistungsumfang richtet sich nach dem vom Auftraggeber gewählten Tarif zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Die jeweils aktuelle Leistungsbeschreibung ist auf der Website des Anbieters einsehbar.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Software weiterzuentwickeln, zu verbessern und anzupassen, solange die wesentlichen Funktionen des gebuchten Tarifs erhalten bleiben.
§ 3 Registrierung und Nutzerkonto
(1) Die Nutzung der Software setzt eine Registrierung und die Einrichtung eines Nutzerkontos voraus. Der Auftraggeber ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen.
(2) Der Vertrag kommt mit Abschluss der Registrierung und Bestätigung durch den Anbieter zustande. Der Anbieter behält sich vor, Registrierungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
(3) Der Auftraggeber ist verpflichtet, seine Zugangsdaten (insbesondere Passwort) vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff unbefugter Dritter zu schützen. Der Auftraggeber haftet für sämtliche Aktivitäten, die unter seinen Zugangsdaten vorgenommen werden, sofern er die unbefugte Nutzung nicht zu vertreten hat.
(4) Bei Verdacht auf Missbrauch des Nutzerkontos hat der Auftraggeber den Anbieter unverzüglich zu informieren.
(5) Pro Nutzerkonto ist die Nutzung durch eine natürliche Person vorgesehen. Die Weitergabe von Zugangsdaten an Dritte ist untersagt, es sei denn, es handelt sich um berechtigte Mitarbeiter des Auftraggebers im Rahmen des gebuchten Tarifs.
§ 4 Leistungsumfang und Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter stellt die Software über das Internet als SaaS-Lösung bereit. Der Auftraggeber benötigt lediglich einen aktuellen Webbrowser und eine Internetverbindung. Die Bereitstellung der Internetverbindung liegt im Verantwortungsbereich des Auftraggebers.
(2) Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Software von 99 % im Jahresmittel an (bezogen auf 24/7-Betrieb, exklusive geplanter Wartungsfenster).
(3) Geplante Wartungsarbeiten werden dem Auftraggeber mindestens 48 Stunden im Voraus per E-Mail oder In-App-Benachrichtigung angekündigt und finden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten (Mo–Fr, 8:00–18:00 Uhr) statt.
(4) Der Anbieter haftet nicht für Ausfälle oder Beeinträchtigungen, die auf höhere Gewalt, Störungen bei Drittanbietern (z. B. Hosting, Cloud-Infrastruktur, Internet) oder auf Umstände zurückzuführen sind, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen.
(5) Der Übergabepunkt für die Leistungserbringung ist der Routerausgang des vom Anbieter genutzten Rechenzentrums.
§ 5 Pflichten des Auftraggebers
(1) Der Auftraggeber stellt sicher, dass die eingegebenen Daten den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und keine Rechte Dritter verletzen.
(2) Der Auftraggeber ist für die regelmäßige Sicherung seiner Daten (zusätzlich zur Cloud-Speicherung) selbst verantwortlich. Der Anbieter stellt hierfür eine Exportfunktion bereit.
(3) Der Auftraggeber unterlässt jede missbräuchliche Nutzung der Software, insbesondere:
- das Einschleusen von Schadsoftware oder schädlichem Code;
- die Überlastung der Infrastruktur durch automatisierte Massenanfragen;
- die Nutzung für rechtswidrige Zwecke;
- Reverse Engineering, Dekompilierung oder Disassemblierung der Software.
(4) Bei Verstößen gegen die vorstehenden Pflichten ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Software nach vorheriger Abmahnung vorübergehend zu sperren. Bei schwerwiegenden Verstößen kann die Sperrung auch ohne vorherige Abmahnung erfolgen.
§ 6 Vergütung und Zahlungsbedingungen
(1) Die Nutzung der Software erfolgt gegen Zahlung einer monatlichen Abonnementgebühr. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach dem vom Auftraggeber gewählten Tarif. Die jeweils gültigen Preise sind auf der Website des Anbieters einsehbar.
(2) Alle Preise verstehen sich als Endpreise. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen (Kleinunternehmerregelung). Sollte die Kleinunternehmerregelung entfallen, werden die Preise zuzüglich der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer berechnet. Der Auftraggeber wird hierüber rechtzeitig informiert.
(3) Die Abonnementgebühr wird monatlich im Voraus fällig. Die Abrechnung erfolgt per Rechnung. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum per Banküberweisung zu begleichen.
(4) Kommt der Auftraggeber in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz zu berechnen (§ 288 Abs. 2 BGB).
(5) Der Anbieter behält sich vor, die Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 4 Wochen zum nächsten Abrechnungszeitraum anzupassen. Der Auftraggeber hat in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preiserhöhung.
(6) Bei Zahlungsverzug von mehr als 14 Tagen trotz Mahnung ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Software bis zum vollständigen Zahlungsausgleich zu sperren.
§ 7 Vertragslaufzeit und Kündigung
(1) Das Abonnement wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und verlängert sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, sofern es nicht fristgerecht gekündigt wird.
(2) Der Vertrag kann von beiden Seiten jederzeit mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende gekündigt werden.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn:
- der Auftraggeber mit der Zahlung trotz Mahnung länger als 30 Tage in Verzug ist;
- der Auftraggeber die Software missbräuchlich nutzt oder gegen wesentliche Vertragspflichten verstößt;
- der Anbieter die vereinbarte Verfügbarkeit wiederholt und erheblich unterschreitet.
(4) Die Kündigung bedarf der Textform (E-Mail an kontakt@freyaivisions.de ist ausreichend).
(5) Bereits gezahlte Abonnementgebühren für den laufenden Abrechnungszeitraum werden bei Kündigung nicht erstattet. Der Auftraggeber kann die Software bis zum Ende des bezahlten Zeitraums weiter nutzen.
§ 8 Dateneigentum und Datenherausgabe
(1) Sämtliche vom Auftraggeber in die Software eingegebenen oder generierten Daten verbleiben im Eigentum des Auftraggebers.
(2) Der Anbieter räumt dem Auftraggeber das Recht ein, seine Daten jederzeit in einem gängigen maschinenlesbaren Format (z. B. CSV, JSON) zu exportieren.
(3) Nach Vertragsbeendigung werden die Daten des Auftraggebers für einen Zeitraum von 30 Tagen zur Abholung in einem maschinenlesbaren Format bereitgehalten. Nach Ablauf dieser Frist werden die Daten vollständig gelöscht, sofern keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht besteht.
§ 9 Gewährleistung und Haftungsbeschränkung
(1) Der Anbieter gewährleistet, dass die Software im Wesentlichen der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung entspricht. Unerhebliche Abweichungen stellen keinen Mangel dar.
(2) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden.
(3) Für leicht fahrlässig verursachte Schäden haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(4) Die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ist der Höhe nach begrenzt auf die vom Auftraggeber in den letzten 12 Monaten gezahlte Vergütung, maximal jedoch 5.000 EUR.
(5) Die Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Folgeschäden ist bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(6) Der Anbieter haftet nicht für die inhaltliche Richtigkeit der Ergebnisse KI-gestützter Funktionen. Automatisch generierte Texte, Berechnungen und Vorschläge dienen lediglich als Hilfestellung und sind stets durch den Auftraggeber zu prüfen und freizugeben.
(7) Der Anbieter haftet nicht für Datenverluste, soweit der Schaden durch eine ordnungsgemäße Datensicherung seitens des Auftraggebers hätte vermieden werden können.
§ 10 Geistiges Eigentum
(1) Die Software, einschließlich aller Quelltexte, Designs, Dokumentationen und zugrunde liegenden Algorithmen, verbleibt im alleinigen Eigentum des Anbieters.
(2) Der Auftraggeber erhält für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht an der bereitgestellten Software im Rahmen des vereinbarten Leistungsumfangs.
(3) Mit Beendigung des Vertrags erlischt das Nutzungsrecht. Der Auftraggeber hat keinen Anspruch auf Herausgabe von Quelltexten.
§ 11 Geheimhaltung
Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei, die ihnen im Rahmen der Vertragsbeziehung bekannt werden, geheim zu halten und nur für die Vertragsdurchführung zu verwenden. Diese Pflicht besteht auch nach Vertragsende fort.
§ 12 Datenschutz
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten gemäß den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen (DSGVO, BDSG).
(2) Die Daten werden auf Servern innerhalb der Europäischen Union gespeichert und verarbeitet (Standorte: Deutschland und Irland).
(3) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Auftraggebers verarbeitet, schließen die Parteien einen separaten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO.
(4) Nähere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten entnehmen Sie unserer Datenschutzerklärung.
§ 13 Änderungen der AGB
(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 4 Wochen zu ändern.
(2) Änderungen werden dem Auftraggeber per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Auftraggeber nicht innerhalb von 4 Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Der Anbieter wird den Auftraggeber in der Änderungsmitteilung gesondert auf die Widerspruchsmöglichkeit, die Frist und die Rechtsfolgen des Schweigens hinweisen.
(3) Widerspricht der Auftraggeber den geänderten AGB, besteht für beide Parteien ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des geplanten Inkrafttretens der Änderungen.
§ 14 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, Aschaffenburg (Amtsgericht Aschaffenburg bzw. Landgericht Aschaffenburg).
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung soll diejenige wirksame und durchführbare Regelung treten, deren Wirkungen der wirtschaftlichen Zielsetzung am nächsten kommen (salvatorische Klausel).
(4) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform.
(5) Die Vertragssprache ist Deutsch.
Stand: März 2026